Startschuss für eine neue Denkweise

Heute war es endlich soweit. Das erste Meeting des Scrum-Teams hat stattgefunden. Das Kennenlernen der Experten untereinander stand auf dem Programm. Darüber hinaus natürlich auch die spannende Aufgabe eine Richtung für unser gemeinsames Projekt zu definieren. Denn auch wenn das Fahrzeug- und Mobilitätskonzept zusammen mit euch, der Crowd entstehen soll, so muss eine gemeinsame Vision den nötigen Rahmen schaffen.

Die Vision

Die Vision steht somit fest: Wir wollen mit eurer Hilfe und für unsere gemeinsame Zukunft ein intelligentes, autonomes Schwarmfahrzeug entwickeln, das wie in einem Blutkreislauf in der Stadt der Zukunft selbstständig Aufgaben mit und für uns erledigt.
Denn warum sollten Fahrzeuge nur autonom fahren, wenn sie doch im Kollektiv mehr leisten können? Dass ein selbsttätiges Fahrzeug letztlich zum persönlichen Assistenten geeignet ist und sich neben dem Transport des Fahrgastes auch um die Organisation des Tagesablaufs und ähnliche Dinge kümmern kann, liegt im Zuge der Vernetzung nahe. Wenn aber Mobilität bald wichtiger als Besitz ist, könnte eine ganze Flotte an Fahrzeugen weitaus mehr für den mobilen Menschen leisten, als ein einzelnes Auto. Ob punktgenauer, immer verfügbarer Transport, erweiterter Nutzen durch eine ganze Bandbreite von Unterstützungen im Alltag oder Aufgabenteilung beim Waren- und Personenverkehr: Die Vernetzung von Fahrzeugen zum Schwarm könnte all das ermöglichen, was wir uns von der Mobilität der Zukunft wünschen und erwarten. Nämlich die Entlastung des Verkehrs, die effizientere Nutzung von Ressourcen und den Gewinn von Raum, Zeit und Komfort für alle. Denn ein Verkehrsszenario, das als Kollektiv für den Menschen rund um die Uhr im Dienst ist, schafft Raum – nicht nur in den heute noch vollgeparkten Städten, sondern vor allem in den Köpfen, der heute noch stressgeplagten Menschen.

Wenn Bedürfnisse in den Vordergrund rücken

Bereits während den ersten Diskussionen hat uns immer eine Leitfrage begleitet: Wenn wir heute über die Mobilität im autonomen Zeitalter nachdenken, dann wird sie fast immer nur als Mittel zum Zweck begriffen. Ein Mittel, das uns zu dem Ort bringt, an dem wir etwas machen können, was wir uns wünschen. Aber ist das nicht etwas zu kurz gegriffen? Heutige Konzepte und Ideen drehen sich aus unserer Sicht immer im Kreis. Immer um die gleiche, einfältige Frage: Wie kann man die Zeit von A nach B halbwegs sinnvoll nutzen.

Was aber wäre, wenn wir den Standpunkt ändern? Was würde geschehen, wenn wir nicht nur bisherige Konzepte und Ideen in Frage stellen, sondern die Annahmen völlig vertauschen?

Stellen wir uns nur mal für einen kleinen Moment vor, was geschehen würde, wenn wir nicht mehr das Ziel in den Vordergrund stellen. Uns verabschieden von der Vorstellung, dass es nur darum geht an einen anderen Ort zu gelangen, sondern um das alleinige Bedürfnis des Fahrers bzw. Nutzers? Wie sähe wohl die Mobilität aus, wenn sie Bedürfnisse wie Arbeiten, Essen oder Ruhe, erfüllen soll? Wenn wir an einen Schwarm von Fahrzeugen denken, die den Anspruch haben, Bedürfnisse über den Tag hinweg intelligent zu verknüpfen, scheint tatsächlich Raum und Zeit näher zusammen zu rücken. Für jeden von uns.

Spielt es dann noch eine Rolle, ob mein Vertriebsmeeting in Frankfurt oder Köln stattfindet? Ob die Fahrt zu meinem Lieblingsrestaurant zwanzig Minuten oder eine Stunde dauert? Ob Fernbeziehungen möglich sind?

Diskutiert mit uns. Klinkt euch ein in die spannende Entwicklung. Seid dabei, wenn wir für all diese Fragen versuchen Lösungen zu finden. #collectivio.

2017-11-20T12:51:37+00:00